Rezension Katie Marsh – “Du erinnerst mich an morgen“

 

Autor: Katie Marsh
Titel: Du erinnerst mich an morgen
Herausgeber: Diana Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 10. April 2017
Buchlänge (broschierte Ausgabe): 432 Seiten
ISBN: 3453291905
Titel der Originalausgabe: A life without you
Preis: TB 12,99€ / Ebook 9,99€
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Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

 

 

Es kommt alles wieder zurück. Langsam. Schmerzlich. Manchmal ist es besser zu vergessen.

Die Geschichte beginnt mit Zoe, die kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Verlobten Jamie steht.
Kurz bevor sie vor den Traualtar treten soll erhält sie von einer gemeinsamen Freundin ihrer Mutter einen Anruf. Sie wird gebeten schnellstmöglich auf ein Polizeirevier zu kommen, da ihre Mutter Gina aufgrund eines Ladendiebstahls dort vorläufig festgehalten wird.
Obwohl Zoe seit Jahren den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat, lässt sie Jamie sang- und klanglos vor vor dem Altar stehen und fährt sofort zu ihr.
Zwar weiß sie durch ihre Schwester Lily, die sich noch regelmäßig mit Gina trifft, grob von deren Alltag, dennoch erkennt sie ihre Mutter kaum wieder. Die früher so lebensfrohe Frau wirkt aggressiv und gleichzeitig sehr zerbrechlich und hilflos.
Und trotz der Umstände, dass Zoe sie jahrelang ignoriert hat kümmert sie sich um ihre Mutter und schnell fällt ihr auf, dass Gina immer öfter die richtigen Worte fehlen. Sie verlegt ihre Schlüssel und vergisst, wie man einen Wasserkocher bedient. Ihre Schwester Lily hat die geistige Verfassung von Gina offensichtlich nicht wahrhaben wollen und bald bestätigt ihr ein Arzt die schlimmste Befürchtung: ihre Mutter leidet an Alzheimer.
Zoe fühlt sich für sie verantwortlich, möchte die Fehler aus ihrer Vergangenheit wieder gut machen und opfert sich bis zur völligen Erschöpfung für sie auf.
Auch die auf Eis liegende Beziehung und die gescheiterte Hochzeit mit Jamie macht ihr zu schaffen. Doch wie gesteht man sich ein, dass man Hilfe benötigt, wenn man noch nie darum gebeten hat?

 

 

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Story liest sich sehr flüssig und in zwei Tagen war ich mit dem Buch durch.
Allerdings fand ich die Mischung aus Lovestory und dem Thema Alzheimer etwas zu unausgewogen. Wie soll ich das erklären? Unmittelbar vor diesem Buch habe ich “Obwohl es dir das Herz zerreißt“ von Jenny Downham gelesen, das ein ziemlich ähnliches Thema behandelt.
Im Vergleich zu diesem Roman, ging mir die vorhergehende Story mehr ans Herz.
Das Buch von Katie Marsh ist keinesfalls schlecht, nur fehlt mir hier etwas die Tiefe.
Stellenweise waren mir die Charaktere einfach zu oberflächlich und die Handlungen der einzelnen Protagonisten zu unüberlegt und meist vorhersehbar.

 

 

“Du erinnerst mich an morgen“ ist ein einfühlsam geschriebener Roman. Eine Mischung aus Liebesroman und Familiendrama, der trotz des schwierigen Themas leicht zu lesen ist. Für mich persönlich ist diese Mischung jedoch nicht so gelungen.

 

Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

 

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