Rezension Maria D. Headley – “Magonia“

 

Autor: Maria D. Headley
Titel: Magonia
Herausgeber: Heyne Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 03. April 2017
Buchlänge (gebundene Ausgabe): 368 Seiten
ISBN: 3453270177
Titel der Originalausgabe: Magonia
Preis: HC 16,99€ / Ebook 13,99€
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Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft …

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken.
Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

 

 

Ich glaube, dass ich kein Mensch hätte werden sollen. Ich funktioniere nicht richtig.

Auch wenn einige Kapitel aus der Sicht ihres besten Freundes Jason beschrieben wurden, stellt Aza den Mittelpunkt der Geschichte dar.
Sie leidet an einer Lungenkrankheit die so selten ist, dass sie ihren Namen trägt: Azaray-Syndrom. Seit ihrer Geburt kann sie nicht richtig atmen und hat dadurch sehr viel Zeit in Krankenhäusern verbracht.
Als sie in ihrem Klassenzimmer ein fliegendes Schiff am Himmel sieht und Stimmen nach ihr rufen halten es die Familie und sie selbst für Halluzinationen, hervorgerufen durch ihre Krankheit.
Doch weitere Male erscheint das Luftschiff und Aza beginnt zu zweifeln.
Was, wenn sie sich doch nicht alles einbildet? Einzig ihr Freund Jason glaubt ihr und beginnt nach vergleichbaren Himmelsphänomen in der Vergangenheit zu suchen.
Nach einem plötzlichen und erneuten Ausbruch ihrer Krankheit erwacht Aza auf einem Schiff über den Wolken. Sie erkennt, dass sie plötzlich frei Atmen kann und lernt von der vogelartigen Mannschaft, dass sie alles andere als ein normales Mädchen ist.
Ursprünglich, so erzählt man ihr, ist sie die Tochter des Luftschiffkapitän und zusammen mit ihr und ihren neuen Kräften soll sie Magonia retten.

 

 

Ich nenne es Traum, aber es fühlt sich echter an als mein Leben.

Der Klappentext hat sehr viel versprochen: eine unbekannte Welt weit über unseren Köpfen und auch das Cover ist ein richtiger Hingucker.
Der Anfang des Buches war der Hammer und Aza mit ihrer bissigen und herrlich sarkastischen Art ist mir gleich ans Herz gewachsen. Auch ihr Freund Jason und ihre Familie fand ich durchweg sympathisch und sehr glaubwürdig.
Aber nach den ersten 100 Seiten, dann, als Magonia auftauchte und die Geschichte eigentlich an Fahrt aufnehmen sollte, war die Spannung für mich weg.
Ich kann es selbst nicht erklären warum, die neue Welt war wunderschön beschrieben. Bunte Vögel hier, neue Charaktere da, eine atemberaubende Geschichte sollte man meinen.
Dennoch war es einfach zu viel und zu verwirrend. Die Autorin hat sich meiner Meinung im Detail verloren und die Spannung, sowie die anfangs großartigen Dialoge wurden rar.
Sehr sehr schade, denn der Einstieg in das Buch hatte wirklich alles.

 

 

Am Ende bin ich zwiegespalten. Die Story ist innovativ, außergewöhnlich und etwas verrückt. Auch der Schreibstil der Autorin ist ein großes Plus und Aza hatte sofort einen Platz in meinem Herzen.
Dennoch war es einfach viel zu viel und am Schluss doch zu wenig.
Lest auf jeden Fall vorher mal rein und schaut, ob es was für euch ist.
Vielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

 

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