Rezension Jack Ketchum – “Scar“

Autor: Jack Ketchum
Titel: Scar
Herausgeber: Heyne Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 10. April 2017
Buchlänge: 336 Seiten
ISBN: 345367717X
Titel der Originalausgabe: The secret life of souls
Preis: Broschiert 14,99€ / Ebook 11,99€
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Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …  

 

Delia ist schon in jungen Jahren ein kleiner Star. Egal ob Werbeaufnahmen oder Fotoshootings, ihre krankhaft ehrgeizige Mutter tut alles um ihre Tochter berühmt zu machen.
Dabei ist es ihr ziemlich egal ob Delia glücklich ist oder ihre Kindheit überhaupt genießen kann.
Auch sonst ist an ein normales Familienleben im Hause Cross nicht zu denken. Delias Bruder Robbie wird von Eifersucht und der mangelnden Aufmerksamkeit zerfressen und der Vater, der sich den Missständen durchaus bewusst ist, ertränkt seinen Kummer in Alkohol und frönt dem Luxus, der das Geld seiner Tochter mit sich bringt.
Einzig die Freundschaft zu der Familienhündin Caity kann Delia aufmuntern. Sie ist ihr Lebensinhalt, ihre beste Freundin und darf deshalb auch zu jedem Vorsprechen mitkommen, auch wenn dies bei Delias Mutter ehr auf Ablehnung stößt.
Doch dann kommt es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem sich Delia schwere Brandverletzungen im Gesicht zuzieht. Aber selbst davon lässt sich ihre Mutter nicht beirren und versucht selbst jetzt noch Kapital aus ihrer Tochter zu schlagen.

 

Obwohl ‘Scar’ im Heyne-Hardcore-Label erschienen ist, handelt es sich keineswegs um einen durchweg brutalen und blutrünstigen Horrorroman. Der Horror steckt hier ehr in der Realität, im Alltag des Kinderstars Delia. Es ist eine Story um eine Familie die falsche Prioritäten setzt, ein sozialkritisches Buch mit Anspielungen auf die heutige Medienbranche.
Die einzelnen Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Die Story liest sich flüssig und die anhaltende Spannung hat diesen Roman zu einem richtigen Highlight für mich gemacht.

 

Ein Familiendrama mit Mystery-Einlagen und einem gelungenen und Jack Ketchum typischen blutigem Finale.
Wer dieses Genre mag sollte das Buch auf jeden Fall lesen.

 

♥ Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar! ♥

 

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