Rezension Laurie Forest – Die schwarze Zauberin

Autor: Laurie Forest
Titel: Die schwarze Zauberin
Herausgeber: HarperCollins
Datum der Erstveröffentlichung: 05. März 2018
Buchlänge: 592 Seiten
ISBN: 3959671695
Titel der Originalausgabe: The Black Witch
Preis: HC 18,00€ / Ebook 14,99€
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Die 17-jährige Gardnerierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardnerier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.

 

“Die schwarze Zauberin“ ist Vieles: High Fantasy, eine Geschichte über Verlust und Hoffnung, ein Buch über Freundschaft und Magie, aber auch ein Buch über Rassismus. Sicher ist dieses Thema gerade in diesem Genre nichts Neues, aber ich kenne bisher kaum ein vergleichbares Buch,  das sich so intensiv damit beschäftigt.
Laurie Forest zeigt sehr deutlich welche fatalen Auswirkungen Vorurteile und Ignoranz haben können, aber auch, dass es jederzeit möglich ist den Hass zu überwinden und miteinander zu leben und gerade bei der Protagonisten Elloren ist diese Entwicklung am deutlichsten sichtbar. Sie wächst relativ isoliert auf und glaubt blind an die Mythen und Vorurteile, die über andere Völker verbreitet werden und stellenweise war ihre Naivität wirklich sehr anstrengend.
Doch als sie an der Universität von Verpax aufgenommen wird und ein Zusammenleben mit den unterschiedlichsten Völkern unausweichlich ist, muss sie sich zwangsweise mit dieser Thematik auseinandersetzen.
Der Schreibstil von Laurie Forest hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Sehr sacht und anschaulich führt sie einen in die Welt von Elloren und lässt die Umgebung und jeden einzelnen Charakter dadurch glaubhaft und ansprechend vor dem bildlichen Auge entstehen.
Die fantasievolle und detailreiche Welt, die erdachten Legenden, die vielschichtigen Völker und Rassen, all das macht das Buch zu etwas ganz Besonderem. Auch wenn, oder vielleicht sogar gerade wegen der ehr ruhigen Erzählweise konnte ich mich kaum von diesem Roman losreißen.
Für mich ist dieses Debüt jetzt schon ein kleines Jahreshighlight und ich freue mich wahnsinnig auf den zweiten Teil.

 

 

Ganz anders als erwartet, aber auf besondere Weise spannend und einzigartig geschrieben. Vielschichtige Charaktere, ein sehr gelungener Weltenaufbau und eine konfliktgeladene Thematik. Ich hoffe die Fortsetzung wird genauso brillant.

♥ Vielen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar! ♥

 

Über den Autor


Foto: Goodreads

Laurie Forest lebt in der hintersten Provinz von Vermont, wo sie vor einem Holzofen sitzt, starken Tee trinkt und sich Geschichten über Baumgeister, Drachen und Zauberstäbe ausdenkt. „Die Schwarze Zauberin“ ist ihr erster Roman.

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